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Tarifanpassungen bis 2020
(02.11.2018)

AWO Schwerin nähert sich ab 1. Januar in großen Schritten den Gehältern des öffentlichen Dienstes an

Schwerin • Wer täglich aufsteht und zur Arbeit geht, soll dafür auch fair bezahlt werden. Damit das bei allen rund 670 Mitarbeitern der Fall ist, befindet sich der AWO Kreisverband Schwerin-Parchim e.V. mit seiner AWO-Soziale Dienste gGmbH-Westmecklenburg seit einigen Jahren in konsequenten Entgeltverhandlungen. Die sollen schrittweise bis 2020 nun Früchte tragen.

So wie auch acht andere Kreisverbände der AWO ist der freie Träger in Schwerin kein Mitglied der Tarifgemeinschaft. „Wir beobachten die Entwicklungen und haben seit 2014 konsequente Gehaltssteigerungen herbeigeführt. Gemeinsam mit unserem Betriebsrat wurde im Dezember 2017 eine Betriebsvereinbarung zur Vergütung abgeschlossen. Dieses Regelwerk bildet die Basis für eine schrittweise Anpassung der Gehälter an das Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVÖD) in allen unseren Einrichtungen”, erklärt Geschäftsführer Axel Mielke.
Konkret heißt das: Ab dem 1. Januar wird die AWO in ihren Pflegesatz- und Entgeltverhandlungen mit den Kostenträgern – das sind die Pflegekassen, die Kommune und das Land – eine Vergütung fordern, die bei 96 Prozent des TVÖD liegt. „Ziel ist es, ­diesen Prozess bis zum 31. Dezember 2019 abzuschließen und anschließend den Weg weiter in Richtung TVÖD zu gehen”, so Axel Mielke.
Auch die Tarifgemeinschaft der AWO hat es sich zum Ziel gemacht, ihre Gehälter an das Niveau des öffentlichen Dienstes anzupassen, jedoch unterschiedlich schnell. Während die AWO in Rostock die Anpassung ebenfalls bis 2020 plant – an ­diesem schnellen Voranschreiten haben sich die Schweriner orientiert – wollen andere Kreisverbände das Ziel erst bis 2022 oder 2024 realisieren. 

(nr)

AWO-Geschäftsführer Axel Mielke
AWO-Geschäftsführer Axel Mielke, Foto: AWO

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