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Stolle: Zentrum für Bewegungsanalyse
(29.06.2018)

Neuer Bereich am Pappelgrund legt Fokus auf richtiges Gehen

Schwerin • Seit dem 1. Juni finden Patienten des Sanitätshauses STOLLE das Dienstleistungszentrum mit Werkstätten und Verwaltung in neuen Räumlichkeiten am Pappelgrund wieder. In dem größeren Gebäude – nur wenige Meter von der Filiale im Medisanum entfernt – gibt es viel Platz, sodass auch ein modernes Zentrum für Bewegungsanalyse entstehen konnte. Die hier durchgeführten Analysen dienen dazu, Defizite oder Probleme des Bewegungsapparates aufzudecken.

Auf durchschnittlich 1.500 Schritte pro Tag kommt ein Büroangestellter, im Idealfall sind es bis zu 10.000. Jedoch können diese häufigen Wiederholungen zu Problemen führen, wenn muskuläre Stabilität und Beweglichkeit nicht stimmen. Oftmals sind Schmerzen in Fuß, Knie, Hüfte, oder Rücken die Folge. „Physiologisch gesehen gibt es eine Norm, wie einzelne Bewegungsphasen im optimalsten Fall aussehen sollten – von Schrittlänge bis hin zu bestimmten Winkeln von Beinen und Armen“, erklärt Andreas Albath, Physiotherapeut bei STOLLE. „Mit Hilfe von speziellen HD-Kameras schauen wir, inwiefern die Bewegungen des Patienten von dieser Norm abweicht und wo Fehlbelastungen zustande kommen.“
Im neuen 80 Quadratmeter großen Analyseraum stehen außerdem eine 13 Meter lange freie Gehstrecke und ein Laufband zur Verfügung. „So können wir den Patienten in seiner Gesamtheit betrachten und nicht nur einzelne Körperregionen. Außerdem setzen wir auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten, da die Bewegungsanalyse wichtige Erkenntnisse über das Krankheitsbild liefern kann.“
Aus diesem Grund ist diese Grundbegutachtung ein wichtiger abteilungsübergreifender Bestandteil zur Versorgung der verschiedenen Patienten – sei es, dass der Patient Rückenschmerzen hat, spezielle Einlagen oder eine Orthese bekommen soll. „Im Endeffekt müssen wir Defizite und Ressourcen aufdecken, um die richtige Versorgung zu finden“, so Andreas Albath, der auch als Schlaganfall-Fachberater tätig ist.
Besonders für Sportler ist das Zentrum ausgelegt. Neben der freien Lauffläche gibt es ein extra breites Laufband, welches sogar Sprints zulässt, ein Handballtor, Hürden, Hallenboden und Rollrasen. So können die Bedingungen für unterschiedliche Sportarten nachempfunden und die spezifischen Bewegungsabläufe untersucht werden.


BU1: Bietet viel Platz und ist lichtdurchflutet: Das neue Zentrum für Bewegungsanalyse am Pappelgrund

BU2: Andreas Albath, Physiotherapeut bei Stolle
Fotos: maxpress

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