Aktuelle-Ausgabe

Stadt will weniger Plastik
(02.11.2018)

Kampagne soll ab 2019 für die Müllvermeidung sensibilisieren

Schwerin  • Die Stadtverwaltung will stärker gegen den Einweg- und Plastikmüll vorgehen. In Zusammenarbeit zwischen den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen und der Stadtmarketing Gesellschaft wird 2019 die Kampagne „Saubere Stadt“ neu aufgelegt, um die Schwerinnerinnen und Schweriner für das Thema Müllvermeidung zu sensibilisieren.

Auch die Veranstalter sollen stärker in die Pflicht genommen werden, denn nach Veranstaltungen, sind es vor allem Plastikbecher und Verpackungen, die zurückbleiben und entsorgt werden müssen: „Schon bei der Antragstellung geben wir den Organisatoren einen Leitfaden an die Hand, damit sie  Veranstaltungen nachhaltig organisieren können. Derzeit erörtern  wir zum Beispiel gemeinsam mit den großen Laufveranstaltern die Möglichkeit,  kompostierbare Biobecher einzusetzen“, berichtet Veranstaltungsmanager Heiko Stolp. Zu beachten sind dabei Hygiene- und Sicherheitsvorschriften, aber auch die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Bei Veranstaltungen mit erhöhten Sicherheitsauflagen sind beispielsweise Glasflaschen und Gläser untersagt.
Auch ein Becher-Pfand-System wurde für Schwerin geprüft. „Dazu haben wir die Coffee-to-go Anbieter im Innenstadtbereich befragt. Viele haben bereits eigene Mehrwegbecher im Angebot und gewähren Rabatte, wenn Kunden auf Einwegbecher verzichten. Ein generelles Pfandsystem ist auf kommunaler Ebene schwer umsetzbar“, schätzt Stadtsprecherin Michaela Christen ein. Die Stadt will daher in Kürze selbst einen Mehrweg-Getränkebecher herausbringen, um den vorhandenen Rabattsystemen für Mehrweg unter dem Motto „Einmal ist keinmal“ neuen Schwung zu verleihen.

Vor allem Sportveranstaltungen sind beim Thema Plastikmüllvermeidung ein Problem. Plastikbecher und Verpackungen bleiben liegen und müssen entsorgt werden
Vor allem Sportveranstaltungen sind beim Thema Plastikmüllvermeidung ein Problem. Plastikbecher und Verpackungen bleiben liegen und müssen entsorgt werden, Foto: maxpress

Zurück