Aktuelle-Ausgabe

Frage an die Fraktionsvorsitzenden
(31.08.2018)

Wie sinnvoll sind die Investitionen in den Radverkehr?

Gert Rudolf, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender CDU

Die CDU-Fraktion setzt sich für ein vernünftiges Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ein, dazu gehören Fußgänger, Auto- und Radfahrer. Wir unterstützen sinnvolle und attraktive Radwege, zum Beispiel entlang der Gadebuscher Straße oder am Lankower See. Auch machen wir uns dafür stark, dass kein Verkehrsteilnehmer behindert wird. Für das Radfahren auf dem Obotritenring und gleichzeitig vierspurigen Autoverkehr haben wir uns erfolgreich eingesetzt.

Henning Foerster, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE

Investitionen in die Radinfrastruktur sind sinnvoll. Bei Entfernungen bis 5 km ist man per Rad innerorts schneller am Ziel als mit dem Auto. Gute Ausschilderungen und sichere Abstellmöglichkeiten erhöhen die Attraktivität. Zudem ist M-V eine bundesweit beliebte Radfahrregion. Will Schwerin davon profitieren, müssen Radwege optimiert und ausgebaut werden. Idealerweise so, dass Touristen und Einheimische gleichermaßen davon profitieren.

Christian Masch, Fraktionsvorsitzender SPD

Der Radverkehr in Schwerin muss weiter gestärkt werden. Das Fahrrad ist das ideale Verkehrsmittel in der Stadt: Es ist vergleichsweise kostengünstig, fördert die Gesundheit, schützt das Klima und macht kaum Lärm. Insofern sind weitere Investitionen in Radwege sehr sinnvoll. Die Stadtvertretung hat dazu ein Radverkehrskonzept beschlossen – unter anderem mit dem Ziel, den Radfahranteil auf 15 Prozent zu erhöhen. Das ist bisher noch nicht erreicht.

Silvio Horn, Fraktionsvorsitzender Unabhängige Bürger

Die derzeitigen Baumaßnahmen werden nur aus einem einzigen Grund gemacht: Das Land fördert diese Vorhaben mit bis zu 90 Prozent. Erforderlich sind diese Radwege nicht. Diese Förderkulisse führt dazu, dass für die Sanierung und den Ausbau der innerstädtischen Radwege kein oder nicht ausreichend Geld zur Verfügung steht. Die Alltagsradler sind daher weiterhin mit schlechten oder fehlenden Radwegen – zum Beispiel auch zwischen Lankow und Medewege – konfrontiert.

Cornelia Nagel, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Investitionen in sichere Radwege sind absolut sinnvoll. Für uns steht die Verbesserung des Alltagsradverkehrs im Fokus anstelle des zur Zeit vordergründigen Baus touristischer Radstrecken. Es ist beispielsweise immer noch eine Zumutung, mit dem Rad durch die Innenstadt zu fahren. Außerdem sind sichere und durchgängige Radwege für den Schülerverkehr wichtig, damit die Schüler selbstständig ihre Wege mit den Rad zurücklegen können.

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