Aktuelle-Ausgabe

Annette-Köppinger-Preis an Gertraud Walkow verliehen
(10.09.2018)

28. Interkulturelle Wochen in der Landeshauptstadt eröffnet

Die 28. Interkulturellen Wochen in der Landeshauptstadt wurden am Sonntag mit einem ökumenischen Stadtgottesdienst, dem Festival  der Kulturen, einem Simultanschachturnier und der Verleihung des Annette-Köppinger-Preises für Integration und Menschlichkeit 2018 eröffnet. In diesem Jahr sollten mit der bereits zum fünften Mal verliehenen Auszeichnung zivilgesellschaftlich besonders engagierte Personen und Initiativen geehrt werden, die sich in besonderer Weise für die Akzeptanz von Vielfalt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren.

Die fünfköpfige Jury unter Vorsitz von Schwerins Stadtpräsident Stephan Nolte wählte aus der Vielzahl der Vorschläge Gertraud Walkow aus. Sie sei ein „Paradebeispiel für gelebte Integration“, heißt es in der Jurybegründung. „Mutig, verantwortungsbewusst und mit einem äußerst feinen Sinn für Interkulturalität leistet sie wertvolle ehrenamtliche Arbeit in einer Erstaufnahmeeinrichtung am Rande der Landeshauptstadt Schwerin.“

Gertraud Walkows zivilgesellschaftliches Engagement für Flüchtlinge und Asylbewerberinnen begann schon vor ihrer Zeit in der Erstaufnahmeeinrichtung Stern Buchholz, wo sie mehrmals in der Woche schulpflichtige Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren ehrenamtlich unterrichtet.

Zuvor hatte sie im Herbst 2015  in der Notunterkunft in Schwerin Süd und später in der Gemeinschaftsunterkunft in Schwechow bei Hagenow Flüchtlinge und Asylsuchende unterrichtet. Parallel zu ihrer unermüdlichen Arbeit in Stern Buchholz lebt sie auch privat Integration. Außerhalb ihrer Lehrertätigkeit, kümmert sich Gertraud Walkow um eine syrische Familie und kämpft täglich erfolgreich gegen die zahlreichen bürokratischen und menschlichen Hindernisse der Integration.

Überreichten den Köppinger-Preis an Gertraud Walkow: Stadtpräsident Stephan Nolte und Sozialdezernent Andreas Ruhl
Überreichten den Köppinger-Preis an Gertraud Walkow: Stadtpräsident Stephan Nolte und Sozialdezernent Andreas Ruhl. Foto: Rainer Cordes

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