Aktuelle-Ausgabe

Oper: Neues vom Tage

Wo: – Altstadt/Zentrum –
Wann: 20.05.2018, Uhr

Neues vom Tage am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin
Foto: Silke Winkler

Bühne: Großes Haus

Lustige Oper in drei Teilen von Paul Hindemith


Laura und Eduard sind frisch verheiratet, doch schon kracht es heftig in der Beziehung. Bald kommt ihnen der rettende Gedanke: „Wir lassen uns scheiden!“ Um dem Standesamt den nötigen Grund für die Scheidung vorlegen zu können, werden die Dienste des „Büros für Familienangelegenheiten“ in Anspruch genommen. Besonderer Service der Agentur: Sie vermietet den perfekten Scheidungsgrund gleich mit – den schönen Herrn Hermann, der sich unglücklicherweise immer in seine Klientinnen verliebt. Die Sache läuft aus dem Ruder, und der inszenierte Seitensprung gerät zum Desaster, weil Eduard vor Eifersucht ausrastet und dabei ein kostbares Museumsstück demoliert. Und als Laura dann noch in einem Hotelbadezimmer mit Herrn Hermann ertappt wird, überschlagen sich die Ereignisse, und die Klatschpresse schlachtet den Skandal aus. Das Scheidungspaar wird effizient vermarktet und kann dem Medienhype kaum noch entkommen …

Von satirischem Biss und einer vielschichtigen Musiksprache lebt Paul Hindemiths lustige Oper „Neues vom Tage“, die am Freitag, den 4. Mai im Mecklenburgischen Staatstheater Premiere feiert. Die schräge Geschichte um ein Paar, das - kaum verheiratet – als Scheidungsgrund einen Seitensprung inszeniert, bringt Operndirektor Toni Burkard auf die Bühne im Großen Haus. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Gabriel Venzago, der seit Anfang dieses Jahres als Kapellmeister der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin engagiert ist.

In Zeiten des überhitzten Boulevardjournalismus, inflationärer Daily Talkshows und medial inszenierter Pseudo-Skandälchen im „Big Brother“-Format hat Paul Hindemiths 1929 an der Berliner Krolloper uraufgeführte „Reality-Oper“ „Neues vom Tage“ nichts von ihrem satirischen Biss eingebüßt.
Die vielschichtige Musiksprache der Oper, die Elemente der 1920er-Jahre-Revue, des Kabaretts und des klassischen Operngenres mit einer leicht unterkühlten, neo-klassisch gefärbten Künstlichkeit verknüpft, inspiriert Operndirektor Toni Burkhardt zu einer schrägen und abwechslungsreichen Inszenierung mit ständigem Hang zur überdrehten Absurdität.

Musikalische Leitung: N. N.
Inszenierung: Toni Burkhardt
Bühnenbild: Wolfgang Kurima Rauschning
Kostüme: Anja Schulz-Hentrich
Choreinstudierung: Joseph Feigl
Dramaturgie: Peter Larsen


Theaterkasse:
(0385) 5300–123
kasse@mecklenburgisches-staatstheater.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag: 10-18 Uhr
Samstag: 16-18.30 Uhr

Abendkasse
jeweils 1 Stunde vor Beginn Abendkasse im Großen Haus:
(0385) 5300–123

Abendkasse im E-Werk:
(0385) 5300-400

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