Rückentherapie am Grünen Tal

Christoph Semler schult Ärzte und Therapeuten

Schwerin • Voraussichtlich ab März wird Patienten des Rehazentrums Schwerin im neuen Rückenzentrum am Grünen Tal ein modernes Konzept zur Durchführung der 4back-Rückentherapie zur Verfügung stehen. Die dafür eingesetzten Geräte der Firma SCHNELL sind bereits vorhanden. Bis zur Eröffnung des Rückenzentrums schult Christoph Semler (Foto) die Therapeuten intensiv im richtigen Umgang mit den Trainingsgeräten.

hauspost: Auf welcher Grundlage wurden das Therapiekonzept und die SCHNELL-4back premium Geräte entwickelt?
Christoph Semler: Das Konzept geht auf Erkenntnisse der Deutschen Sporthochschule in Köln in den 90er Jahren zurück. Auf Basis von Studien zu verschiedenen Trainingsmethoden und –geräten konnten schließlich Vorgaben entwickelt werden, die die Trainingsgeräte für eine erfolgreiche Therapie mitbringen müssen.
hauspost: Welche sind das?
Christoph Semler: Die Trainingsgeräte müssen so konzipiert sein, dass unnötige Belastungen ausgeschlossen werden können. Das hat den Vorteil, dass nur bestimmte Muskelpartien isoliert angesprochen werden. Außerdem müssen die Geräte für die Patienten anpassbar sein, denn Menschen sind zum Beispiel unterschiedlich groß und haben einen unterschiedlichen Trainingsstand. Die zu trainierenden Muskeln sollen schließlich  richtig belastet und nicht überlastet werden. All das erfüllen unsere 4back premium Geräte.

hauspost: Inwiefern ist das die Basis für eine erfolgreiche Rückentherapie?
Christoph Semler: Mithilfe der Geräte können wir ein digitales Muskelprofil erstellen. Vor Beginn einer Therapie wird der Ist-Zustand analysiert, also welcher Muskel stark und schwach ist. Entsprechend wird der Soll-Zustand ermittelt. Dieser ist je nach Geschlecht, Alter und Ausgangssituation unterschiedlich. Die Geräte werden dann individuell auf den jeweiligen Patienten eingestellt. Dadurch kann ein optimaler Therapieverlauf für den Patienten gewährleistet werden.

hauspost: Warum bedarf es einer speziellen Schulung der Therapeuten?
Christoph Semler: Das Trainingskonzept kann nicht einfach überall geschult werden und die Patienten können die Geräte nicht selbst einstellen. Es muss sehr genau gearbeitet werden. Die Therapeuten müssen den Trainingsplan auf Basis der Analyse erstellen, anschließend stets darauf achten, dass die Übungen richtig ausgeführt werden und bei Bedarf Hilfestellungen leisten.

hauspost: Vielen Dank für das Gespräch. Die hauspost wird gerne einmal an einer Rückentherapie teilnehmen.

Sporttherapeutin verstärkt neues Rückenzentrum

Schwerin •
Ab März ist Sporttherapeutin ­Birgit Engels (Foto) eine von zunächst drei Therapeuten, die im neuen Rückenzentrum am Grünen Tal tätig sein werden. Die studierte Sportwissenschaftlerin arbeitet seit fünf Jahren für das ­Rehazentrum und freut sich nun auf neue Herausforderungen.
„Das Thema Rückentherapie ist ein spannendes Einsatzkonzept. Im neuen Rückenzentrum wird das Training für Patienten zwar sehr viel anstrengender, da die Muskeln wirklich bis zur völligen Erschöpfung trainiert werden. Wenn die Patienten aber Bereitschaft zeigen und mitmachen, wird dafür die maximale Effizienz erzielt”, erklärt die 48-Jährige.
Zunächst einmal müssen sich die Therapeuten aber auch in die Geräte einarbeiten und stets mit hoher Genauigkeit agieren. Verschiedene detaillierte Einstellungen müssen vorgenommen und diverse Parameter berücksichtigt werden. „Zwar liegt als Therapeut ein gewisses Grundverständnis vor. Es ist aber dennoch gut, dass wir so intensiv vom Gerätehersteller geschult werden. Damit unnötige Wartezeiten für die Patienten vermieden werden, müssen die Abläufe einfach sitzen. Während sich ein Patient zum Beispiel aufwärmt, stellt der Therapeut das Gerät bereits richtig ein und ergänzt die neuen Daten in der Software.”

ml

Fotos: maxpress