Schwerin ganz neu entdecken

CITYTOGO bietet Hörstücke zu Sehenswürdigkeiten und beeindruckende Panoramaaufnahmen der Stadt

Schwerin • Ein Scan, ein Klick, ein Hörstück – so funktioniert CITYTOGO.Schwerin. Wer in der Stadt wachen Auges flaniert, wird auffällige Männchen-Aufkleber mit QR-Code finden, zum Beispiel an Haltestellen oder Papierkörben und in allen Bussen und Bahnen
Die QR-Codes führen zum Hörstück einer Sehenswürdigkeit in der Nähe oder zu einer Übersicht Foto: NVS

Schwerin • Ein Scan, ein Klick, ein Hörstück – so funktioniert CITYTOGO.Schwerin. Wer in der Stadt wachen Auges flaniert, wird auffällige Männchen-Aufkleber mit QR-Code finden, zum Beispiel an Haltestellen oder Papierkörben und in allen Bussen und Bahnen des NVS. Die Kopfhörer des Männchens lassen bereits vermuten, dass es hier etwas zu hören gibt – und richtig: 60 Skulpturen, Gebäude, Seen, Museen oder Plätze der Stadt sind neuerdings akustisch zu erleben. Und wer sich durch das ganze Portal klickt, kann Schwerin in atemberaubenden 360-Grad-Panoramen entdecken.

„Es ist eine super Sache für die Stadt Schwerin und unsere Gäste“, sagte Oberbürgermeister Rico Badenschier bei der großen Auftaktveranstaltung zu CITYTOGO. Schwerin am 3D-Stadtmodell. „Ob Kunst im öffentlichen Raum oder zum Beispiel Stätten der Welterbe-Bewerbung: Dieses Projekt ist eine wunderbare Ergänzung zum umfassenden Informationsportal der Stadt.“ In mehr als zweieinhalb Jahren Recherche, Akquise und Produktion haben die Agentur maxpress, die Landeshauptstadt, der Welterbe Förderverein, das Kulturbüro, das Stadtmarketing und zahlreiche kommunale Unternehmen die anfängliche Idee von schönen Hörstücken zu einem großen Portal ausgebaut, das Schweriner Geschichten und Geschichte gleichermaßen abbildet.

Ein Zugang dazu ist der QR-Code-Aufkleber, der einfach im Vorübergehen gescannt werden kann. Er führt entweder zu einem Hörstück einer Sehenswürdigkeit ganz in der Nähe des aktuellen Standortes oder zu einer Übersicht aller Beiträge. Zudem wird nach dem Scan angezeigt, an welchen Standorten das city.WLAN der Stadtwerke Schwerin verfügbar ist. „Damit können alle Interessierten die Audiobeiträge hören und zeitgleich ihr mobiles Datenvolumen schonen“, so SWS-Geschäftsführer Dr. Josef Wolf, der CITYTOGO von Anfang an finanziell unterstützt hat. Ebenso begeistert wie er ist der Welterbe Förderverein und brachte 20 Sehenswürdigkeiten aus der Bewerbung mit ins Portal ein.

„Auf dem Weg zum Welterbe möchten wir alle Schwerinerinnen und Schweriner mit ins Boot holen und ihnen zeigen, warum unsere schöne Residenzstadt das Prädikat verdient hat“, so der Vorsitzende des Vereins Joachim Brenncke. „Durch CITYTOGO sind Bürger wie Touristen einfach näher dran und bekommen ein anderes Verständnis dafür.“ Das Kulturbüro wiederum hat den Input zur Kunst im öffentlichen Raum geliefert und eine Vielzahl an Skulpturen und Werken für CITYTOGO ausgewählt. „Wir wollten die Skulpturen schon lange präsenter machen. Jetzt ist uns ein toller Aufschlag gelungen und wir möchten CITYTOGO gerne noch weiter ausbauen“, so Dirk Kretzschmar, Leiter des Kulturbüros.

Die Texte zu den Hörstücken sind einfach geschrieben und lebendig gesprochen, hinzu kommen schöne Musik und viele Geräusche. Auch Kinder ab acht Jahren können so bereits #gutzuhören und lauschen beim Marstall dem Pferdewiehern von einst oder hören am Ziegenmarkt die Ziege meckern, die übrigens eigentlich eine Kuh hätte werden sollen. Und dass das Monument des Lenin bei seiner Aufstellung eine Schlinge um den Hals hatte, ist noch eine ganz andere Geschichte.

Viele Anekdoten finden Platz in den Audiobeiträgen und Architekturfans bekommen bei den Welterbe-Stücken noch ein Extra auf die Ohren: Hier folgen am Schluss nämlich stets Informationen zum Baustil. Es lohnt sich, zu stöbern, zuzuhören und den Blick über die Panoramen schweifen zu lassen – auf www.CITYTOGO.schwerin.de.

maxpress/Janine Pleger

Schulterschluss aller Beteiligten von CITYTOGO.Schwerin – v.l.: Martina Müller (Stadtmarketing), Wilfried Eisenberg (NVS), Andreas Lange (SAS), Daniel Dellmann (Helios), Manuela Friedrich (SWG), Dirk Kretzschmar (Kulturbüro), Kai Lorenzen (Sparkasse), Matthias Effenberger (SIS/KSM), Joachim Brenncke (Welterbe-Verein), Dr. Josef Wolf (SWS), OB Rico Badenschier und Holger Herrmann (maxpress),  Foto: mp