Bienenfreunde packen an

Im Oktober begann die Herrichtung und Planung für den Garten

Dank fleißiger Bienenfreunde nimmt der Garten für die hauspost-Bienen langsam aber sicher Form an
Dank fleißiger Bienenfreunde nimmt der Garten für die hauspost-Bienen langsam aber sicher Form an, Fotos: maxpress

Gartenstadt • Ein kleines, grünes Paradies, nicht nur für Honigbienen, sondern auch für viele andere Insekten und Vögel – das wünschen sich die Bienenfreunde. Entstehen soll dieses Kleinod im hauspost-Bienengarten im Kleingartenverein Ostorf. Die ersten Schritte in diese Richtung fanden im Oktober statt.

Noch sieht der Bienengarten ein wenig verwildert aus. Für etwas Ordnung sorgten am 11. Oktober die Mitarbeiter der hauspost. Als Team-Aufgabe kämpften sie bei Nieselregen gegen Unkraut, sammelten Fallobst und installierten einen schönen neuen Holzzaun am hauspost-Bienengarten – alles für die vier Bienenvölker, die dort seit Ende Juli leben. Und es soll weiter gehen, zusammen mit Bienenfreunden aus ganz Schwerin. „Wir möchten einen offenen Garten anbieten. Interessierte Menschen dürfen sich bei uns anmelden und ihre Ideen dort verwirklichen”, erklärt Geschäftsführer Holger Herrmann. Einem ersten Aufruf zum gemeinsamen Planen und Ideen sammeln sind viele Interessierte gefolgt. Auch Daniel
Meslien (Foto oben, 2.v.l.), Vorsitzender des Ortsbeirats Gartenstadt, Ostorf, kam zu einer ersten Zusammenkunft, um sich zu informieren. Er war begeistert und versprach, das Thema mit in die nächste Ortsbeiratssitzung zu nehmen.
Als fachkundigen Begleiter war auch der Demeter-Imker Dr. Mirko Lunau (Foto oben, r.) bei den ersten Planungen dabei. „Was wir dort in dem Garten machen, hat zwar keinen direkten Einfluss auf unsere Honigbienen – die fliegen nämlich auf der Suche nach Pollen und Nektar viel weiter – aber wir können mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, wie ein insektenfreundlicher Garten aussehen kann”, erklärte der Imker. Immerhin profitieren auch andere Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge von der Blütenvielfalt.
Am Ende waren sich die Bienenfreunde sicher: Es soll ein freier Garten entstehen, in dem sich jeder mit seinen Ideen und Wünschen einbringen kann. Auch regelmäßige Veranstaltungen, wie Seminare, Kulturabende oder Ortsbeiratssitzungen sind im Bienengarten denkbar – natürlich alles in einem kleinen Rahmen, der sich mit den Bienen und Gartennachbarn verträgt. „Schön wäre es doch, wenn wir Vielfalt in den Garten bringen – nicht nur auf Pflanzen- sondern auch auf sozialer Ebene”, regt Mirko Lunau an.
Die ersten Ideen stehen nach einer Besichtigung des Gartens auch schon fest: Eine Bienenfreundin möchte im Frühjahr eine Kräuterspirale anlegen, eine andere wünscht sich ein Gemüsebeet. Alles kein Problem – im Gegenteil: „Kräutergärten sind die beste Bienenweide, die es gibt”, so Mirko Lunau. Wer hat sonst noch Ideen?

Jetzt Ideen einbringen und mitgestalten!

Wer Lust und Laune hat, den hauspost-Bienengarten mit aufzubauen, Beete anzulegen, Pflanzen und Saatgut oder nützliche Fähigkeiten beizusteuern, der ist herzlich willkommen. Ganz nach dem Motto „alles kann, nichts muss” ist jede Idee theoretisch umsetzbar. Gemeinsam schauen wir, wer seine Anregungen wie und wo umsetzen kann.
Egal ob es darum geht, mal einen Blick in den Garten zu werfen, Material oder Fähigkeiten anzubieten – jeder Bienenfreund kann per Mail unter ang@maxpress.de oder (0385) 760 520 mit uns Kontakt aufnehmen oder kommt einfach persönlich vorbei: hauspost, ­Stadionstraße 1, 19061 Schwerin.

Text: Nele Reiber