Beste Bedingungen im Bienengarten

Vier Völker haben sich in einer Parzelle auf der Krösnitz eingewöhnt und entwickeln sich prächtig

Dr. Mirko Lunau begutachtet bei seiner Kontrolle ganz genau die Waben der vier Bienenvölker
Dr. Mirko Lunau begutachtet bei seiner Kontrolle ganz genau die Waben der vier Bienenvölker , Foto: maxpress

Gartenstadt • Das Bienenjahr neigt sich dem Ende und die fleißigen Insekten ziehen sich zunehmend in ihre Beuten zurück. Dort bereiten sie sich auf den Winter vor. Vier Völker haben dafür in der Kleingartenanlage Ostorf nun einen perfekten Ort gefunden. Ende Juli hat Demeter-Imker Dr. Mirko Lunau vier jungen Schwärmen im hauspost-Bienengarten ein neues Zuhause gegeben.

Nachdem das erste hauspost-Bienenvolk Opfer einer „bockigen” Attacke wurde, konnte es nicht länger auf der Krösnitz bleiben. „Ein Umzug ist innerhalb eines gewissen Umkreises nicht möglich, wenn die Bienen sich in der Gegend erstmal eingeflogen haben”, erklärte Mirko Lunau den traurigen hauspost-Redakteuren. Doch schnell war eine neue Lösung gefunden – in der benachbarten Kleingartenanlage. Eine leerstehende Parzelle mit rund 550 Quadratmetern bietet genug Platz zum Entfalten und beste Bedingungen. „Hier haben die Bienen eine große Vielfalt an Pollen und es blüht das ganze Bienenjahr über etwas”, weiß der Imker. Und so brachte er im Juli vier Bienenschwärme mit auf die Krösnitz und stellte sie im neuen Bienengarten auf. Die jungen Völker hatten sich während der Schwärmzeit neu zusammengefunden und dürfen nun auf der Krösnitz wachsen und gedeihen.
Und das tun sie. „Den Bienen geht es wirklich sehr gut. Sie haben mit den Wintervorbereitungen begonnen, ordentlich Honig eingelagert und brüten fleißig. Ein Volk war sogar so eifrig, dass es erneut geschwärmt hat”, berichtete Mirko Lunau bei einem Kontrolltermin Anfang August. Vorsichtig entnahm er dabei einzelne Waben und begutachtete den herausnehmbaren Boden der vier Beuten. „Darauf sehen wir sehr gut die vielen verschiedenen Pollenarten, die die Bienen gesammelt haben. Sollte es einen Milbenbefall geben, kann man das ebenfalls erkennen.”
Um den Bienen durch den Winter zu helfen, prüft der Imker, ob genug Honig in den Waben eingelagert ist. 18 bis 20 Kilogramm braucht jedes Volk über die kalten Monate. Bei den jungen Schwärmen muss Mirko Lunau ein wenig zufüttern  – Zuckerlösung, natürlich in Demeter-Qualität. Bei Milbenbefall behandelt er mit Oxalsäure, doch das ist bei den Krösnitz-Bienen noch nicht nötig. „Hier sieht alles sehr gut aus”, lobt der Imker. Ein Blick über und hinter den Zaun des Bienengartens ist übrigens ausdrücklich erlaubt.

Jetzt auf einen Besuch vorbeikommen!

In der Kleingartenanlage Ostorf im Pappelweg 5 versteckt sich der grüne Bienengarten der hauspost.
Gelbe Schilder mit unserem Bienen-Logo zeigen ab der Stadionstraße den Weg zur richtigen Parzelle. Wer neugierig ist, kann die vier emsigen Völker dort gerne einmal besuchen. Egal ob einfach nur Bienenfreund oder bienengeisterte Schulklassen – die hauspost nimmt gerne alle Interessierten mit auf einen kleinen Ausflug in die Welt der fleißigen Insekten. Termine dafür können ganz einfach per Telefon unter der (0385) 760 520, per Mail unter ang@maxpres.de oder persönlich mit der hauspost bei maxpress in der Stadionstraße 1 gemacht werden. Wir freuen uns auf euch!

Text: Nele Reiber

Dr. Mirko Lunau brachte vier Bienenschwärme mit auf die Krösnitz und stellte sie im neuen Bienengarten auf
Dr. Mirko Lunau brachte vier Bienenschwärme mit auf die Krösnitz und stellte sie im neuen Bienengarten auf, Foto: maxpress