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Die Bienen sind zum Sommerende bei den Wintervorbereitungen

Die Bienen sind zum Sommerende bei den Wintervorbereitungen
Imker Dr. Mirko Lunau, Foto: maxpress

Schwerin • Während wir Menschen noch jeden Sonnenstrahl des Spätsommers mitnehmen möchten, sind die Bienen schon längst bei der Vorbereitung auf den kommenden Winter. „Im Prinzip geht die Imkerei vom April bis in den September hinein. Je nachdem, wie die Temperatur ist, verkürzt oder verlängert sich diese Periode”, sagt Imker Mirko Lunau. „Den Rest der Zeit sind die Bienen für sich und ich als Imker bin bemüht, die überlebensnotwendigen Dinge für die Bienen zu machen.”
Der Herbst und der darauffolgende Winter ist für den Imker eine eher ruhige Zeit. Unter zehn Grad Celsius fliegen die Bienen nicht mehr und ziehen sich in den Bienenkasten zurück, wo sich die Tiere gegenseitig wärmen. Das tun sie zusammengedrängt in der sogenannten Wintertraube. Ab und an wird in der kühlen Jahreszeit geschaut, ob die Bienen noch genug Nahrungsvorräte in ihren Waben haben. Ist das nicht der Fall, füttert der Imker eine spezielle Nahrungslösung hinzu, damit das Bienenvolk weiter Energie behält. Die benötigt die Gemeinschaft, um sich gegenseitig zu wärmen. Das lässt sich in der kühlen Jahreszeit gut beobachten, da sich die Tiere dann nur sehr wenig bewegen. Der Grund: Es könnte Wärme verloren gehen, die Bienen zusammen am Leben erhält. Auf diese Art trotzen die Tiere dem Winter mit Frost und eisigem Wind. Und nach Weihnachten beginnt auch schon wieder das Brüten der Königin.

maxpress/Steffen Holz