Schweinerei im Bienengarten

Borstenvieh untergräbt Honigsammler und durchwühlt den Boden

Im April sorgte eine Rotte Wildschweine für Unmut auf der Halbinsel.
Tischlermeister Matthias Fuchs zimmert eine neue Gartenpforte, Foto: maxpress

Krösnitz • Im April sorgte eine Rotte Wildschweine für Unmut auf der Halbinsel. Sie zog durch die Kleingärten und wühlte die Böden auf. Auch der hauspost-Bienengarten war davon betroffen.

Eigentlich wollten die ersten hauspost-Leser mit der Bestellung des Gartens vor Ostern beginnen. Ein Gemüsebeet war schon in Planung und eine Kräuterecke sollte angepflanzt werden. Doch das musste erstmal warten. Wildschweine hatten ganze Arbeit bei der Suche nach Knollen und Blumenzwiebeln geleistet. Tiefe Löcher und Furchen in der Bienenwiese und eine Schneise der Verwüstung haben die Borstigen bei ihrem Treiben hinterlassen.

Umgehend wurde mit den Aufräumarbeiten begonnen. Mitarbeiter der hauspost packten mit an und bekamen Unterstützung von benachbarten Unternehmen, um den Bienengarten wieder auf Vordermann zu bringen. Tischlermeister Matthias Fuchs zimmerte eine neue Gartenpforte. Marius Göttsching und Sven Heidemann vom -hauspost-Team nahmen die Spaten in die Hand und bereiteten die ersten Beete vor. Mit Hilfe der Hausmeister von der Unternehmensgruppe Kämmerer wurde die verwüstete Flächen wieder eingeebnet, sodass die vom Grabower Backhus spendierten Samen für die Bienenweide ausgebracht werden konnten. „Der Anfang ist gemacht, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns, damit es hier wieder schön werden kann“, sagt Sven Heidemann.

Angst vor den Bienen braucht keiner zu haben. Denn Bienen stechen nur selten. Es ist schön, beim Verweilen am Gartenzaun den summenden Insekten bei ihrem Treiben zuzuschauen. Auch wenn die Wildschweine auf ihrer illegalen Gartentour den Bienenvölkern nichts anhaben konnten, musste Imker Dr. Mirko Lunau Verluste feststellen. „Ein Bienenvolk ist leider nicht über den Winter gekommen. Die anderen drei haben es geschafft“, sagt er. Schon im vergangenen Jahr hatte er zusammen mit dem hauspost -
Team vier Völker im Bienengarten angesiedelt. „Ich gehe davon aus, dass unsere Bienen demnächst schwärmen. Das ist ein wundervolles Schauspiel“, erklärt der Imker. Er fährt dann los, um den Schwarm wieder einzufangen. Für den Bienenfreund ist diese Zeit besonders interessant. Die Bienen stellen sich auf die Blütezeit ein und die ist früh dran. „Durch den milden Winter sind wir drei Wochen früher als sonst“, stellt Dr. Mirko Lunau fest. Die Birne blühte schon Mitte April und auch die Apfelblüten und der Raps sind schon da. Nun wird sich zeigen, ob 2020 wieder ein bienenfreundliches Honigjahr wird.

Jetzt Mitmachen! Zweites Treffen der Bienengärtner
In der Kleingartenanlage Ostorf im Pappelweg 5 befindet sich der Bienengarten der hauspost. Schilder zeigen in der Stadionstraße den Weg. Am 12. Mai um 17 Uhr können sich interessierte Bienenfreunde und Gärtner über das Projekt „Bienengarten“ informieren und sich einbringen. Bei Regen findet das Treffen in der Stadionstraße 1 in Schwerin, Konferenzraum 1. OG statt. Anmeldungen unter der (0385) 760 520 oder per E-Mail an office@maxpress.de.

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Holger Hermann