Wenn im Oberstübchen das Licht ausgeht

Diagnosen und Behandlungen bei Hirnblutungen

Schwerin • Eine erstmalig stattfindende Neurofachtagung der HELIOS Kliniken Schwerin lockte knapp 100 Pflegekräfte aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg nach Schwerin. Das Thema „Wenn im Oberstübchen das Licht ausgeht“ beleuchtete das Thema Hirnblutungen aus Sicht von Neurochirurgie und Neurologie.

Pflegedirektor Robert Green begrüßte die Gäste mit der Hoffnung, dass die Veranstaltungsreihe der Neurofachtagungen von nun an regelmäßig stattfinden kann:  „Das Thema ist offensichtlich sehr interessant und in Mecklenburg-Vorpommern sind Veranstaltungen dazu rar gesät“.

Priv.-Doz. Dr. Oliver Heese, Chefarzt der Klinik für Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie, betonte in seinem Vortrag, wie wichtig Erfahrung und ein gewisses Bauchgefühl sind, wenn Ärzte zum Beispiel in der Notaufnahme mit Hirnblutungen konfrontiert werden. Die richtige Diagnose und, wenn nötig, eine schnelle Operation, können entscheidende Faktoren dafür sein, dass der Patient überlebt. 

Zeit gleich Gehirn

Das gleiche gilt umso mehr, wenn die Diagnose Schlaganfall lautet. „Time is brain“ also Zeit gleich Gehirn, machte Professor Dr. Block, Chefarzt der Klinik für Neurologie, deutlich. Es ist für die Überlebenschancen, aber auch Folgeschäden immanent wichtig, dass so wenig Zeit wie möglich zwischen dem Schlaganfall und der Behandlung im Krankenhaus vergeht.  Der Schlaganfall, auch als Apoplex bezeichnet, ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Wer überlebt, muss schnell behandelt werden, um die Folgen so gering wie möglich zu halten – fast die Hälfte aller mittleren und schweren Behinderungen sind Folgen von Schlaganfällen. Neben den Vorträgen der Chefärzte gab es noch weitere Tipps aus der Praxis zur Behandlung und Pflege bei Hirndruck, der Therapie nach einem Schlaganfall und der palliativen Begleitung von Schlaganfallpatienten.

Patrick Hoppe

Fotos: HELIOS