Planung einer Kultur-App

Schwerin will öffentliche Kunst erlebbarer machen

Schwerin • Die bronzene Bertha Klingberg, die Schirmkinder am Pfaffenteich oder das Löwen-Denkmal auf dem Markt – schon immer hat sich Schwerin gern mit Kunst geschmückt und schon immer bewegt sie die Öffentlichkeit ganz besonders. „Öffentliche Kunst prägt das Gesicht einer Stadt. Sie sorgt für Identifikation und manchmal auch für Kontroverse. Mal sind es politische Gründe wie beim Lenin-Denkmal. Mal geschmackliche wie bei den Kunstkissen am Dreescher Markt“, sagt Dirk Kretzschmar vom städtischen Kulturbüro. 

Unter seiner Leitung wurden die mehr als 150 öffentlichen Kunstwerke jetzt dokumentiert. Auf Basis dieser Datenbank will das Kulturbüro den öffentlichen Kunstschatz für die Schweriner und die Besucher der Stadt künftig besser erlebbar machen. Dafür soll auf Initiative der Stiftung Mecklenburg eine Kultur-App erarbeitet werden, die Informationen über die Entstehungsgeschichte jedes Kunstwerkes und die Biografie des Künstlers bereitstellen wird. Auf diese Weise soll der Wert öffentlicher Kunst in das Bewusstsein der Menschen rücken. 

„Mutwillige Beschädigung oder Verschmutzung ist natürlich besonders ärgerlich. Leider gehen die nötigen Reparaturen und Reinigungsmaßnahmen dann zu Lasten anderer Kunstprojekte, die die Stadt gern unterstützen würden ”, so Dirk Kretzschmar. 

Um auch neue Kunst im öffentlichen Raum wieder vermehrt zu fördern, setzt die Stadt hier auf Transparenz: Ein Fachgremium soll die Neuschaffung öffentlicher Kunst zukünftig mit Hilfe einer Prioritätenliste begleiten und auch über den Abbau beziehungsweise die Umsetzung von Kunstwerken entscheiden.

mc

Fotos: maxpress