AWO: Jeden Tag mit viel Herz dabei

Senioren können in der eigenen Wohnung selbstständig leben

Schwerin • Im Alter auf sich allein gestellt sein – das muss nicht sein. Wer als Senior Hilfe im Alltag benötigt, aber trotzdem in seiner eigenen Wohnung leben möchte, ist beim Servicewohnen der AWO genau richtig. Denn hier wird er täglich vor Ort betreut, kann jederzeit Hilfe rufen, erhält unter anderem Unterstützung im Haushalt und kann auf ein breites Freizeitangebot zurückgreifen.

Mahlzeiten werden entweder im Gemeinschaftsraum oder am eigenen Esstisch serviert. Die Seniorenbetreuerinnen besuchen die Bewohner und sind erste Ansprechpartner bei der Lösung von Alltagsproblemen. Gemeinsam mit den Pflegekräften der AWO Sozialstation sorgen sie für individuelle Hilfen, zum Beispiel bei der Körperflege, regelmäßiger Medikamenteneinnahme und Verbandwechseln. „Vier Mitarbeiterinnen decken die hauswirtschaftlichen Leistungen ab. Sie gehen einkaufen, begleiten die Senioren zum Arzt oder gehen mit ihnen spazieren”, so Pflegedienstleiterin Katrin Poschmann. Im gesundheitlichen Notfall ist immer jemand erreichbar. „Auf meine Mitarbeiterinnen kann ich mich verlassen. Sie sind mit Sachverstand und Herz dabei”, sagt sie. Zu diesem Team gehören seit vier Jahren auch spanische Auszubildende aus einem gemeinsamen Projekt mit der Bundesagentur für Arbeit. Die Vorgespräche mit den jungen motivierten Leuten finden in Spanien statt. Danach belegen sie einen Deutschkurs und werden dann in der Sozialstation ausgebildet.

Ana Isabel Patino Correa erhielt dadurch vor einem Jahr einen festen Ausbildungsplatz zur Pflegefachkraft. „Alle haben viel Geduld mit mir und jeder Tag ist anders. Das ist das Spannende”, sagt die 25-Jährige. Durch die Sozialstation werden sechs Wohnanlagen „Wohnen mit Service“ in allen Schweriner Stadtgebieten betreut. Für gesundheitliche, soziale und kulturelle Angebote stehen die 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 365 Tage im Jahr zur Verfügung.

jb


Erste Einzüge in der Neumühler Höhe
Schwerin • Im sechsten Servicewohnen der AWO zogen im September die ersten zehn Mieter ein. 28 neue Wohnungen entstanden in der ehemaligen Tierklinik und bieten nun ein neues Zuhause für Senioren, die im Alltag Unterstützung brauchen. Die Wohnungen mit Balkon oder Terrasse sind 38 bis 84 Quadratmeter groß und verfügen über Einbauküchen. Ein großzügiger Gemeinschaftsraum, ein kleiner Frisörsalon, eine podologische Praxis, ein Sportraum und eine Gästewohnung für Besucher runden das Angebot ab. Hausdame Ute Werstat hilft nun dabei, sich einzuleben.

jb