Welterbe große Herausforderung

Residenzensemble bietet einmaligen Kulturgenuss

Schwerin • Schwerin hat die Chance Weltkulturerbe-Stadt zu werden. Doch bis dahin ist es ein langer Weg. Norbert Rethmann, Vereinsvorsitzender des Fördervereins, warnt: Die Bewerbung sei kein Selbstläufer und noch viel Arbeit ist nötig. Gemeinsam wollen Stadt und Land dieses Projekt stemmen, darauf wurde sich schon mal geeinigt.

Nach 13 Jahren schaffte es die Landeshauptstadt 2014 endlich auf die deutsche Bewerberliste für das Unesco-Weltkulturerbe. Das Residenzensemble mit Schloss, Museum und Staatstheater ist eine großflächig gestaltete Kulturlandschaft von besonderer historischer Bedeutung. Doch es gibt nicht nur Befürworter für dieses Vorhaben. Anwohner im Schloßgarten fürchten bauliche Auflagen bei Sanierungen an ihren Häusern. Andere erkennen keine Bereicherung an der Einstufung für die Stadt. Beeinträchtigungen sehen sie insbesondere bei Großveranstaltungen oder Flächenentwicklungen in der Nähe des Weltkulturerbezentrums. Die Befürworter halten dagegen: Schwerin sei schon jetzt ein touristisches Highlight. Mit dem angestrebten Qualitätssiegel würde der Tourismus boomen und die Wirtschaft gefördert werden. Das Geld für die Bewerbung sei gut angelegt. Allein schon durch die Absicht würde Schwerin beste Werbung über die Stadtgrenzen hinaus bekommen.

Das Schweriner Schloss steht im Zentrum der Bewerbung für die Welterbeliste der Unesco
Das Schweriner Schloss steht im Zentrum der Bewerbung für die Welterbeliste der Unesco Foto: maxpress

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