„Neue Seidenstraße“

Zukünftige Handelswege im Blickfeld

In Berlin diskutierten am gestrigen Abend rund 300 Gäste die Rolle von Mecklenburg-Vorpommern bei der Ausgestaltung von Handelsrouten zwischen dem asiatisch-pazifischen Raum und der Ostseeregion. Bei der Etablierung einer „Neuen Seidenstraße“ wird das Land seine logistischen Kapazitäten künftig als wichtiges Verteilzentrum einbringen. Zu den zahlreichen hochrangigen Teilnehmern der Veranstaltung zählte der Kasachische Botschafter in Deutschland, in dessen Heimat die Expo 2017 stattfinden wird.

Als Handelsroute auf dem Landweg verband das System der Seidenstraße einst Asien mit dem europäischen Kontinent. In der Initiative „Neue Seidenstraße“ wird der Gedanke eines Transportkorridors erneut aufgenommen und mit dem leistungsfähigen Verkehrsträger Schiene wiederbelebt.
„Das große Interesse am gestrigen Abend in der Landesvertretung beweist, dass die Zeit für ein so ambitioniertes Vorhaben wie die Seidenstraße reif ist. Mecklenburg-Vorpommern bietet mit seiner Lage als Brückenkopf in den Ostseeraum optimale Voraussetzungen, einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Projektes zu leisten.", so die Bevollmächtigte des Landes beim Bund Dr. Pirko Kristin Zinnow in ihrer Begrüßung.
„Es ist uns wichtig, Verbindungen zwischen Asien und Europa zu stärken und zu pflegen“, sagte Uwe Leuschner, Co-Initiator des Projektes „Neue Seidenstraße“ am Rande der Veranstaltung.
Gemeinsam mit Dr. Karin von Bismarck hat er das Unternehmensnetzwerk „business-international.org“ gegründet, mit dem Anspruch den bilateralen Austausch, basierend auf Vertrauen, Verantwortung und Respekt, zwischen europäischen und eurasischen Unternehmern zu fördern.
In den beiden Podiumsdiskussionen sowie beim anschließenden Networking besprachen Unternehmer, Verbandsmitglieder und Politiker die nächsten notwendigen Schritte beim Auf- und Ausbau der nicht zuletzt auch über den Ostseeraum laufenden Handelsrouten der „Neuen Seidenstraße“.
Auch die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen neben dem Wirtschaftsclub Russland, der Logistikinitiative Mecklenburg-Vorpommern, dem Landesverband Hafenwirtschaft sowie die Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV die Veranstaltung. 
„Das Projekt der ‚Neuen Seidenstraße‘ bietet insbesondere in den Ländern Kasachstan, Iran, Russland und China neue Möglichkeiten für Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Es ist ratsam, diese Chancen frühzeitig zu nutzen. Gemeinsam mit dem Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern unterstützen die IHKs die unternehmerischen Auslandsaktivitäten“, betonteSiegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin.
„Das positive Feedback zur Veranstaltung verdeutlichte einmal mehr, wie unser Land und dessen logistisches Vermögen geschätzt werden. Über unsere ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur können wir die unterschiedlichsten Anforderungen für die Initiierung globaler Warenströmen erfüllen“, sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

 

 

Foto: IHK

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