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Nach Schlaganfall optimal beraten
(29.03.2018)

Ganzheitliche Versorgung dank vernetzter Zusammenarbeit

Schwerin • In seinen Bewegungen eingeschränkt sein und den Alltag nicht mehr ohne Weiteres meistern können – von jetzt auf gleich – das ist für viele Schlaganfallpatienten leider Realität. „Ein Schlaganfall ist ein erheblicher Einschnitt ins gewohnte Leben“, sagt Andreas ­Albath vom Sanitätshaus ­STOLLE. Als ausgebildeter Schlaganfall-Fachberater bieten er und seine Kollegen Betroffenen eine ganzheitliche Versorgung und erleichtern ­ihnen so den neuen Lebensabschnitt.

Die Anzahl der Patienten, die einen Schlaganfall erleiden, steigt stetig. Jährlich etwa 270.000 Menschen sind es allein in Deutschland. Betroffene haben oft mit Folgeschäden zu kämpfen. „Zum Teil müssen sie sich auf körperliche Beeinträchtigungen oder Immobilisierung einstellen. Mit dieser neuen Situation klar zu kommen und diese zu meistern, ist für viele nicht einfach“, so der Physiotherapeut.

Aus diesem Grund arbeiten bei STOLLE Orthopädietechniker, Reha-Fachberater und Physiotherapeuten fachübergreifend zusammen. Gemeinsam mit den Patienten wird versucht, für alles, was für die Betroffenen Stolpersteine bedeuten könnte, Lösungen zu finden. Hierfür erfolgt eine „360°-Bedarfsanalyse“. „Wir schauen uns den Patient genau an – hat er Gangstörungen, Handhaltungsstörungen, sitzt er im Rollstuhl oder ist er vielleicht sogar bettlägerig – und besprechen in Ruhe, welche Einschränkungen er im Alltag hat, welche Bedürfnisse er verspürt und welche Erwartungen er an die Versorgung stellt.“

Die Palette an Hilfsmitteln ist entsprechend groß – von dynamischen Orthesen, Fußhebersystem, Gehgeräten, Rollstühlen und Treppenliften über Griffe für Bad und WC, Hilfsmittel zur Körperpflege, Toilettenerhöhung bis hin zu Pflegebetten. Darüber hinaus setzt das Sanitätshaus auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten, aber auch Logopäden und Selbsthilfegruppen. „Aufgrund dieses Netzwerks kann eine schnelle und sichere Weiterleitung erfolgen. Wir fungieren quasi als Lotse“, so Andreas Albath. Patientenmanagement sei hier das Stichwort, denn schließlich bedeutet eine ganzheitliche Versorgung auch Beratung und Information über weitere Fragen in Zusammenhang mit der Erkrankung.

Versorgungsbeispiel eines Schlaganfallpatienten: links fehlende Fußhebung und rechts verbesserte Fußhebung durch eine Spiralorthese.
Versorgungsbeispiel eines Schlaganfallpatienten: links fehlende Fußhebung und rechts verbesserte Fußhebung durch eine Spiralorthese. Fotos: maxpress

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