Halbzeit auf dem Westmecklenburger Ausbildungsmarkt

„Die Ausbildungsmarktsituation für junge Menschen in Westmecklenburg ist weiterhin erstklassig. Die Auswahlmöglichkeiten der Schulabgänger/innen - solide Leistungen vorausgesetzt - sind sehr gut. Gleichzeitig gibt es noch eine beträchtliche Zahl von Bewerbern und Bewerberinnen, denen der Übergang von der Schule in die Ausbildung nicht sofort gelingt. Jeder von ihnen wird gebraucht, um künftig den regionalen Fachkräftenachwuchs sicher zu stellen“, bilanziert Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur, zur Mitte des Berichtsjahres der Berufsberatung.

Für alle Abgangsschüler/-innen 2017 hat der Endspurt bereits begonnen. „Nun wird es höchste Zeit, sich um die Zukunft zu kümmern und zu entscheiden, wie es nach der Schule weitergehen soll. Die Chancen, zu Hause - in Westmecklenburg - ein passendes Angebot zu finden, sind hervorragend“, betont Agenturchef Sydow. Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2016 haben sich 2.167 Jugendliche bei der Agentur für Arbeit Schwerin gemeldet, die eine Ausbildungsstelle suchen. Das sind 90 oder 4,3 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Demgegenüber stehen 2.781 betriebliche Ausbildungsstellen - 422 bzw. 13,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Insgesamt sind im März 2017 noch 1.983 Ausbildungsstellen unbesetzt und 1.638 Teenager auf der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz. Das heißt, auf jeden unversorgten Bewerber kommen rein rechnerisch rund 1,2 Ausbildungsstellen.

„Die Wünsche der Teenager stimmen allerdings oft nicht mit dem überein, was die Betriebe suchen“, so Sydow. „Ich empfehle allen, die auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, rechtzeitig mit unserer Berufsberatung ins Gespräch zu kommen. 
Hier bekommt man nicht nur einen Überblick zur Angebotsvielfalt, sondern auch viele Tipps zum Bewerbungsverfahren und die Möglichkeit die eigenen Stärken und Neigungen auszutesten. Ebenso können mögliche Alternativen helfen, eine gute Entscheidung zu treffen - denn nur wer sich gründlich informiert, kann sich auch richtig entscheiden!“

Denjenigen, die noch nicht in der Berufsberatung waren, rät Sydow: „Holen Sie sich einen Beratungstermin!“ Das geht am Schnellsten mit einem Anruf bei der kostenfreien Service-Rufnummer: 0800 4 5555 00 (Montags bis Freitag von 8 bis 18 Uhr).

„Natürlich können wir erst Ende September eine abschließende Bilanz zum Ausbildungsmarkt ziehen, doch bereits jetzt ist sichtbar: Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage bleibt bestehen. Die Zahl der Ausbildungsstellen wird die der Jugendlichen abermals übersteigen. Das heißt einerseits: Für Schulabsolventen eröffnen sich zahlreiche Chancen auf dem heimischen Ausbildungsmarkt und andererseits: Für die Unternehmen wird es nicht einfacher, Auszubildende für ihre freien Lehrstellen zu bekommen.“ Den Unternehmen rät Sydow in diesem Zusammenhang, die Jugendlichen rechtzeitig an den Ausbildungsbetrieb zu binden. „Die Teenager haben heute die große Auswahl an Lehrstellen und sagen nicht selten auch bei mehreren Unternehmen zu. Da heißt es, mit guten Ausbildungsangeboten punkten! Denn gerade die „guten“ Bewerber/innen schauen sehr genau auf solche Rahmenbedingungen wie Ausbildungsvergütung, Arbeitszeiten und Übernahmechancen.

„Zusätzlich möchte ich alle Personalverantwortlichen ermuntern, auch Bewerbern eine Chance zu geben, die dem gewünschten Anforderungsprofil auf den ersten Blick nicht entsprechen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem persönliche Ansprechpartner im gemeinsamen Arbeitgeber-Service Westmecklenburg über unsere vielfältigen Unterstützungsangebote: Von der assistierten Ausbildung über die Einstiegsqualifizierung bis hin zu den ausbildungsbegleitenden Hilfen.“

TOP FÜNF der unbesetzten Ausbildungsplätze:

• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 98

• Koch/Köchin: 92

• Verkäufer/-in: 90

• Restaurantfachmann/-frau: 73

 

• Fachkraft Lagerlogistik: 72

Foto: CC/maxpress

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