Die Ratten

Wo: – Altstadt/Zentrum –, Staatstheater
Wann: 04.03.2017, Uhr

v. l. n. r.: Flavius Hölzemann, Martin Brauer, Hannah Ehrlichmann, Jochen Fahr, Katrin Heinrich, Janis Kuhnt
v. l. n. r.: Flavius Hölzemann, Martin Brauer, Hannah Ehrlichmann, Jochen Fahr, Katrin Heinrich, Janis Kuhnt, Foto: Silke Winkler

Berliner Tragikomödie von Gerhart Hauptmann
Premiere am Freitag, den 6. Januar 2017 um 19.30 Uhr
im E-Werk des Mecklenburgischen Staatstheaters
Inszenierung: Steffi Kühnert
Ausstattung: Joachim Hamster Damm

Mit: Martin Brauer, Hannah Ehrlichmann, Jochen Fahr, Katrin Heinrich, Janis Kuhnt, Stella Hinrichs, Julia Keiling, Christina Berger, Flavius Hölzemann

Bühne: E-Werk

Schauspielerin Steffi Kühnert, bekannt aus zahlreichen Film- und Fernsehrollen, ist Professorin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Jetzt legt sie am Mecklenburgischen Staatstheater, wo sie als Studentin selbst schon auf der Bühne gestanden hat, mit „Die Ratten“ ihre erste Regiearbeit vor. Mit Gerhart Hauptmanns Berliner Tragikomödie blickt Steffi Kühnert hinter die Fassade eines großen Mietshauses und auf die sich kreuzenden Schicksale der Bewohner. Es sind die von der Gesellschaft Abgehängten, vom Glück Vernachlässigten die hier leben. Uraufgeführt 1911, erscheint das Stück über hundert Jahre später wieder erschreckend modern was die Perspektivlosigkeit an den Rändern der Gesellschaft angesichts wachsender sozialer Ungleichheit betrifft.
Tragischer Mittelpunkt des Geschehens ist die Reinemachefrau John, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein eigenes Kind. Als das verzweifelte polnische Dienstmädchen Pauline Piperkarcka schwanger und von ihrem Bräutigam sitzen gelassen mit dem Gedanken an Selbstmord spielt, scheint das Schicksal es gut mit Frau John zu meinen. Sie überredet die Piperkarcka, ihr das Baby nach der Geburt zu überlassen. Doch schon kurze Zeit später will Pauline ihr Kind zurück – und Frau John sieht keinen anderen Ausweg, als ihren Bruder Bruno auf das Mädchen anzusetzen, mit verhängnisvollen Folgen. Andernorts streitet der ehemalige Theaterdirektor Hassenreuter mit dem Theologiestudenten Spitta darüber, was in der Kunst eine gute Tragödie ausmacht – ahnungslos, welches Drama sich zeitgleich in ihrer direkten Nachbarschaft abspielt.
Steffi Kühnert studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Sie spielte u. a. bei den Salzburger Festspielen, am Berliner Schillertheater, am Wiener Burgtheater, am Residenztheater München, am Schauspielhaus Bochum, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Theater Berlin und an der Berliner Schaubühne. Es folgten zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen. Einem breiten Publikum wurde sie u. a. durch ihre Rollen in Filmen von Andreas Dresen bekannt. Für ihre Rolle in „Halt auf freier Strecke“ wurde sie mit dem Bayerischen Filmpreis 2011 ausgezeichnet.

Weitere Vorstellungen: am 10. und 25.01. sowie am 3. und 18.02.2017 jeweils um 19.30 Uhr im E-Werk des Mecklenburgischen Staatstheaters


Theaterkasse:
(0385) 5300–123
kasse@mecklenburgisches-staatstheater.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag: 10-18 Uhr
Samstag: 16-18.30 Uhr

Abendkasse
jeweils 1 Stunde vor Beginn Abendkasse im Großen Haus:
(0385) 5300–123

Abendkasse im E-Werk:
(0385) 5300-400

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